Kurz gesagt
- Der Aufbau trägt das Pflaster: 3 bis 5 cm Bettung aus Splitt, darunter eine verdichtete Tragschicht aus Schotter.
- Frostsicher heißt laut ZTV-Wegebau mindestens 27 bis 50 cm Gesamtaufbau, je nach Nutzung und Boden.
- 20 m² Pflasterfläche brauchen bei 25 cm Schotter und 4 cm Splitt rund 5,8 m³ Schüttgut, gut 10 Tonnen.
- Schotter 0/32 kostete ab Werk im Raum Pforzheim im Oktober 2026 29 € je Tonne.
- Mit Fachbetrieb rechnen Ratgeber 2026 mit 70 bis 120 € je m² für Betonpflaster samt Unterbau.
Pflastersteine zu verlegen ist zum größten Teil Erdarbeit. Ob eine Fläche nach dem ersten Winter noch eben ist, entscheidet der Aufbau darunter: eine verdichtete Tragschicht aus Schotter, darauf 3 bis 5 cm Bettung, erst dann der Stein. Hier steht, wie dick die Schichten sein müssen, wie viel Material das ist und was es kostet.
Der Aufbau Schicht für Schicht
Von oben nach unten besteht eine Pflasterfläche aus vier Lagen:
| Schicht | Material | Dicke |
|---|---|---|
| Pflaster | Betonstein, Klinker oder Naturstein | 6 bis 8 cm, für befahrene Flächen meist 8 cm |
| Bettung | Splitt oder Brechsand-Splitt 0/5 bis 0/8 mm | 3 bis 5 cm verdichtet |
| Tragschicht | Schotter 0/32 oder 0/45, lagenweise verdichtet | je nach Nutzung und Boden |
| Planum | gewachsener Boden, verdichtet | – |
Wie dick der Aufbau insgesamt sein muss, hängt von der Nutzung und vom Boden ab. Die Einbauhinweise der Hersteller übernehmen dafür die Mindestdicken der ZTV-Wegebau für den frostsicheren Oberbau: für die leichteste Nutzungskategorie N1 je nach Frostempfindlichkeit des Bodens 27 bis 30 cm, für die Kategorien N2 und N3 30 bis 50 cm. In Frosteinwirkungszone 2 kommen 5 cm hinzu, in Zone 3 sogar 15 cm. Gartenwege und Terrassen liegen in der Regel in N1, regelmäßig befahrene Zufahrten höher. Welche Kategorie gilt, legt der Planer nach ZTV-Wegebau fest. Wird eine Kiestragschicht statt Schotter als obere Tragschicht verwendet, soll sie 5 cm dicker sein.
Wie viel Material Sie brauchen
Die Menge ist Fläche mal Schichtdicke. Für 20 m² Pflaster mit 25 cm Schotter und 4 cm Splitt sind das 5 m³ Schotter und 0,8 m³ Splitt. Schotter 0/32 wiegt 1,75 bis 1,85 Tonnen je Kubikmeter, Splitt je nach Gestein 1,35 bis 1,72 t/m³. Zusammen also gut 10 Tonnen.
Beim Verdichten setzt sich das Material. Bestellen Sie rund 6 % mehr als das rechnerische Volumen. Bis etwa einen Kubikmeter lohnen BigBags, darüber lose Lieferung mit dem Kipper. Der Materialrechner unten zeichnet Ihren Aufbau maßstäblich und rechnet Volumen und Gewicht je Schicht.
Was es kostet
Material: Bei einem Recyclingwerk im Raum Pforzheim, Stuttgart und Karlsruhe kostete Kalkschottergemisch 0/32 im Oktober 2026 29 € je Tonne ab Werk, Kalksteinsplitt 2/5 ebenfalls 29 €/t, Brechsand 0/2 24 €/t, jeweils brutto. Mit Lieferung wird es je nach Menge und Entfernung deutlich teurer.
Maschine: Eine Rüttelplatte bis 100 kg kostete bei Wolf Baumaschinen im Oktober 2026 20 bis 40 € netto am Tag, eine reversierbare Platte bis 300 kg 40 bis 60 €. Im Baumarkt-Mietservice von toom stand eine 85-kg-Platte mit 48 € je Tag in der Liste.
Aushub: Der ausgehobene Boden muss weg. Was die Annahme kostet, steht in der Satzung Ihres Kreises, der Entsorgungsrechner unten rechnet es für Erdaushub aus.
Fachbetrieb: Ratgeberportale nennen für Betonpflaster samt Unterbau, Verlegen und Verfugen 2026 rund 70 bis 120 € je m², für Pflasterklinker 110 bis 170 € und für Naturstein 150 bis 240 €.
Selbst machen oder Fachbetrieb
Den Aufbau schaffen geübte Heimwerker mit gemieteter Rüttelplatte. Die typischen Fehler liegen unten, nicht im Pflaster: zu wenig verdichtete Tragschicht, Gefälle erst in der Bettung statt in der Tragschicht, eine zu dicke Bettung oder fehlende Randsteine. Für eine Zufahrt mit Autoverkehr und auf lehmigem, frostempfindlichem Boden lohnt der Fachbetrieb, weil dort die Tragschicht am meisten leisten muss.
Mutterboden und Aushub
Der Oberboden ist kein Abfall. Das Baugesetzbuch verlangt, ausgehobenen Mutterboden in nutzbarem Zustand zu erhalten (§ 202 BauGB). Schieben Sie ihn getrennt ab und lagern Sie ihn in einer flachen Miete, bis er im Garten wieder gebraucht wird. Nur der Unterboden geht in die Mulde oder zur Erddeponie.
Entsorgungsrechner
Wählen Sie Material, Menge und Landkreis. Der Beleg zeigt jeden Rechenschritt; die Gebühr stammt aus der Satzung des Kreises.
Materialrechner: der Aufbau im Schnitt
Fläche und Schichtdicken eingeben: Der Schnitt ist maßstäblich (1 cm Schicht = 5 px), daneben Volumen und Gewicht je Schicht.
Ablauf
Planen und abstecken
Fläche, Höhe und Gefälle festlegen: Wasser muss vom Haus weg laufen. Leitungen im Boden vorher erfragen.
vor BestellungMutterboden abtragen und lagern
Oberboden getrennt abschieben und in einer Miete lagern. Er bleibt nutzbar und gehört nicht in den Aushub.
Auskoffern und Planum verdichten
So tief ausheben, wie Tragschicht, Bettung und Stein zusammen messen. Den Untergrund mit der Rüttelplatte verdichten.
Tragschicht einbauen
Schotter 0/32 oder 0/45 lagenweise einbauen und jede Lage verdichten. Das Gefälle entsteht hier, nicht in der Bettung.
Einfassung setzen
Randsteine in Beton setzen, bevor das Pflaster kommt. Ohne feste Einfassung wandern die Steine.
Bettung abziehen und verlegen
3 bis 5 cm Splitt über Abziehrohre glatt ziehen, nicht mehr betreten, Steine verlegen, abrütteln und Fugen füllen.
Checkliste
Häufige Fragen
Wie dick muss die Bettung unter Pflaster sein?
Die Einbauhinweise der Hersteller nach ZTV-Wegebau nennen 3 bis 5 cm im verdichteten Zustand, meist aus Splitt oder Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5 bis 0/8 mm. Dicker ist nicht besser: Eine zu dicke Bettung gibt nach und es entstehen Spurrinnen.
Wie tief muss ich für eine Einfahrt auskoffern?
So tief, wie der frostsichere Aufbau plus Stein es verlangt. Die Tabelle der ZTV-Wegebau nennt für befahrene Flächen 30 bis 50 cm Aufbau je nach Frostempfindlichkeit des Bodens, in rauen Lagen 5 oder 15 cm mehr. Dazu kommen 8 cm Stein und die Bettung.
Kann ich Pflaster ohne Schotter verlegen?
Für eine dauerhafte Fläche nicht. Ohne verdichtete Tragschicht sackt das Pflaster ab, besonders nach dem ersten Frost oder unter Autoreifen.
Brauche ich eine Rüttelplatte?
Ja, für Planum, Tragschicht und das Abrütteln des Pflasters. Eine Rüttelplatte bis 100 kg kostete bei Wolf Baumaschinen im Oktober 2026 20 bis 40 € netto am Tag, je nach Mietdauer.
Quellen
- Rinn Einbauhinweis Nr. 10 Pflaster (nach ZTV-Wegebau, Tabelle 8) (rinn.net)
- Godelmann: Technische Informationen Flächensysteme (godelmann.de)
- Baugesetzbuch § 202 Schutz des Mutterbodens (gesetze-im-internet.de)
- Preisliste Schüttgüter Raum Pforzheim, Stuttgart, Karlsruhe (baustoffe-liefern.de) (baustoffe-liefern.de)
- Mietpreise Rüttelplatten (Wolf Baumaschinen) (wolf-baumaschinen.de)
- Pflasterarbeiten: Kosten pro m² (clean-invoice.com, Stand Februar 2026) (clean-invoice.com)
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